
Unser Streben, anderen zu gefallen, wird zu eisernen Fesseln, die unsere Seele täglich ersticken. Wir schnüren sie uns freiwillig um die Brust, weil wir glauben, dass unser Wert im Leben von diesem obsessiven Ziel abhängt. Doch die Wahrheit sieht ganz anders aus. Während wir jeden Tag darum kämpfen, gesehen zu werden —rinnt uns das Leben wie Sand durch die Finger. Wir verlieren Ziel und Richtung und kreisen im Labyrinth unserer eigenen Vorurteile und Überzeugungen. So sehr wir versuchen, die Wahrheit zu leugnen — sie bleibt bestehen. So sehr wir versuchen, unseren chronischen, manischen Hunger nach gesellschaftlicher Anerkennung zu verbergen – wir können uns selbst nicht täuschen.
Denn, wenn die Türen am Ende des Tages hinter uns zufallen, bleiben wir alleine zurück. Dann hören wir das Echo all der Stimmen, die bestimmen sollen, ob wir genügen – und hoffen, sie möge uns gnädig sein. Wir jagen Perfektion, jagen Komplimente, jagen Anerkennung – und verlieren dabei uns selbst. Wir leben ein fremdes Leben. Und wenn wir aufhören zu träumen, wenn wir morgens nicht mehr aufstehen mit Sehnsucht und Mut – dann sterben wir. Nicht nur körperlich. Wir sterben im Inneren.
Wir schmieden unsere eigenen Fesseln, glauben, unser Wert liege in den Blicken anderer. Erst wenn wir die Seite „gesellschaftliche Meinung“ schließen, beginnen wir den Weg zu uns selbst zu suchen — den einzigen Weg zu einem glücklichen Leben. Das Gefühl, sich selbst zu finden, ist großartig — es lässt dich freier atmen, nach deinen Regeln leben, nach deinen Bedürfnissen und Wünschen. Ist das nicht der wahre Sinn des Lebens? Wenn du dich selbst nicht liebst, wird es niemand für dich tun. In einer Welt, die rast und grau ist, in der jede bzw. jeder nur ihren bzw. seinen eigenen Vorteil sucht und ihr bzw. sein privates Reich wie einen Bunker verteidigt, ist Selbstliebe kein Luxus, sondern Überlebenskunst. Niemand ist verpflichtet, dich zu lieben, zu respektieren, freundlich zu dir zu sein. Wer dich liebt, tut es freiwillig — weil du einzigartig bist.
Liebe darf kein Pflichtgefühl sein. Sie ist ein freier Akt der Seele — die einzige Kraft im Leben, die selbst den härtesten Menschen verwandeln kann. Sie zeigt, dass am Ende jedes Tunnels Licht ist — wenn wir den Mut haben, ihm zu folgen.
Sich zu finden ist Erleichterung. Atem. Raum. Es ist das größte Glück. Dein Schicksal hängt von den Farben deiner eigenen Palette ab, mit denen du jeden Tag deine Geschichte malst – die Farben deines Lebens liegen in deiner Hand.
– rumINKa
