Ich bin genug – auch wenn niemand zusieht.

Alleinsein ist die Kunst, mit sich selbst zu sitzen und Frieden dabei zu empfinden. Es ist eine Begegnung mit dem wahren Selbst – ohne Rollen, ohne Erwartungen, ohne Masken, die müde auf den Boden sinken.

Alleinsein heißt nicht automatisch einsam.

Und nicht alle, die von Menschen umgeben sind, sind verbunden.

Die Einsamkeit beginnt dort, wo wir uns selbst verlassen. Und die wahre Verbundenheit entsteht dort, wo wir uns selbst gefunden haben. Alleinsein ist kein Rückzug aus der Welt – es ist ein Rückzug in uns. Ein Ort, an dem die Seele atmet, wo Gedanken klar werden, und das Herz erinnert, wer es war, bevor die Welt es formte.

Es ist die Stille, in der wir heilen. Die Ruhe, in der wir wachsen. Das Schweigen, in dem wir Antworten hören, die sonst niemand geben kann.

Alleinsam ist nicht Leere. Es ist Tiefe.

Viele fürchten die Stille, weil sie darin zum ersten Mal ihre eigene Stimme hören könnten. Und manchmal flüstert diese Stimme Dinge, die wir lange verdrängt haben. Darum flüchten Menschen vor sich selbst: in Lärm, in Ablenkung, in Gesellschaft ohne Seele, in ständige Bewegung – als wäre Stille eine Bedrohung und nicht ein Zuhause.

Doch Alleinsein ist kein Schatten. Es ist ein Licht, das nach innen scheint. Ein Spiegel, der uns nicht verzerrt, sondern uns erinnert: Ich bin genug, auch wenn niemand zusieht.

-rumINKa.

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